Ratet mal, wer das gelbe Schild anschrauben durfte!
2025 habe ich die Entscheidung getroffen, mich beruflich neu zu orientieren. Dabei stellt sich natürlich die Frage, in welche Richtung die Reise weitergehen soll. Ich hab ein bisschen überlegt, mir Gedanken gemacht, was ich denn eigentlich machen möchte und das mit verschiedenen Berufen verglichen. Es hat nicht lange gedauert, da bin ich über die Ranger gestolpert. In der Natur sein und sich um sie kümmern, Menschen mit rausnehmen und ihnen die Ruhe des Waldes zeigen, Kaffee am Lagerfeuer kochen. Klang alles erstmal richtig cool, aber meistens gehört dann tatsächlich mehr dazu, als das, was man sich so schön romantisiert zusammenreimt.
Um rauszufinden, ob das was werden könnte, gibt`s nur den Weg über die Praxis. Im Nationalpark Schwarzwald gab es zeitnah die Möglichkeit einer kurzen Hospitation und dabei habe ich einen Überblick über die Arbeit der Ranger im Winter bekommen.
Bei der Vorbereitung dachte ich mir, dass es bestimmt auch Möglichkeiten zum Fotografieren gibt, tatsächlich war ich dann doch anderweitig beschäftigt.
Die Hauptaufgaben im Winter sind die Kontrolle der Wege auf Gefahrenstellen und der Schutz der Ruhezonen für Tiere. Zugeschneite und glatte Wege müssen gekennzeichnet und auf Gefahren, z.B. durch Bäume, die in Kürze auf die Wege fallen könnten, kontrolliert werden.
Manche Wanderer halten die Glättehinweise für nett und sinnfrei, laufen weiter und fliegen nur wenige Schritte weiter auf die Nase. War interessant zu beobachten. Passiert ist ihm nichts, er und seine Begleitung sind rutschend und stolpernd weitergezogen.
Inversionswetterlage. Wolken unten, Sonne oben.
Bei dem Anblick ist mir ein Stein vom Herzen gefallen. Endlich zurück am Auto!
Am Donnerstag Nachmittag war meine bisher heftigste Wanderung angesagt. Man kann Wege und Pfade nur kontrollieren, wenn man darauf unterwegs ist, und das war in der Woche echt viel angesagt. Zumindest für mich als Schreibtischarbeiter und Papa in Elternzeit war das viele Wandern ziemlich anstrengend. Donnerstag vormittag ca. 6km, am Nachmittag nochmal 11km. Mit der Nachmittagswanderung waren die 60km in vier Tagen voll. Im Schwarzwald, bei Schnee und Eis. Für die letzten zwei der 11km hab ich eine Stunde gebraucht, ich war platt. So richtig. War trotzdem cool. Tierspuren, angeknabberte Pflanzen und ständig wechselnder Schnee-/Eis-/Matsche-Untergrund. Und in guter Gesellschaft geht das dann schon irgendwie. An dieser Stelle auch nochmal vielen Dank an Lukas für seine Geduld und gute Laune!
Freitag morgen musste ich mangels funktionierender Beine leider absagen, aber die Junior Ranger am Nachmittag wollte ich nicht verpassen.
Und hier sehen sie das Panorama von ähhhm Nebelingen!
Am Samstagvormittag war dann noch eine kleine Runde mit 7km dran, durch Schnee und über vereiste Wege. Danach hab ich dann für die Woche das Handtuch geworfen, mein Körper hat gestreikt, aber mein Verdacht, dass mir die Aufgaben gefallen könnten, hat sich bestätigt.
Die Natur mit ihren vielfältigen Zusammenhängen, die Möglichkeit, Menschen aus ihrem Alltag zu entführen und spannende Punkte weiterzugeben und, wenn man jetzt nicht Strecke machen muss, dass ganze auch noch mit Fotografieren zu verbinden, erfüllt viele Punkte meiner Wunschliste.
Am restlichen Wochenende war dann noch Erholung und Familienzeit angesagt, dabei bin ich dann auch noch zum Fotografieren gekommen:
Normalerweise wenig beachtet, aber doch spannend, die ganzen Pilze.
Eigentlich wollte ich einen Vogel fotografieren. Glaube ich.
Definitiv eine Empfehlung!
Ich soll aufhören zu wachsen, weil ich nach unten hänge? Nee, passt schon.
Ein Lagerfeuer darf nach so einer Woche nicht fehlen.